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Lieblingsschnitt 2019 - Mantel Tiffany von The Couture

Ich habe mich gefragt, worüber ich wohl in meinem ersten Blogeintrag am besten schreiben könnte. Und ich habe mich dazu entschlossen, euch mein Lieblingsprojekt des letzten Jahres zu zeigen (auch wenn es erst im November genäht wurde, aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss): Meinen Mantel Tiffany von The Couture in Camelfarben.

Die Veröffentlichung des Schnittes war schon fast ein Jahr alt, als ich mich endlich dazu entschieden habe, es zu versuchen. Ich muss gestehen, es war keine Liebe auf den ersten Blick, aber je mehr Versionen ich von dem Mantel sah, umso höher rutschte er auf meiner Nähliste. Anfangs hatte ich aber auch etwas Angst, dass es vielleicht zu schwierig werden könnte, ich hatte zu Beginn des Jahres nämlich noch nicht so viel Erfahrung im Nähen von Kleidungsstücken mit so "vielen" Details. Knopflöcher, Reverskragen, Futter,... Im November war ich also bereit dafür und ich war sehr froh, beim Nähen des Reverskragens die YouTube-Videos von Kira gehabt zu haben, ich glaube es wäre sonst echt etwas schwierig für mich geworden, es zu verstehen.

 

Bei mir ist es ganz oft so, dass ich mich erst für ein Schnittmuster entscheide und mir dann anschließend überlege, welche Farbe und welchen Stoff ich nehmen könnte. So vermeide ich es, unnötig Stoffe zu kaufen, für die ich am Ende dann doch keine Verwendung finde :). Bei diesem Mantel habe ich gewusst, dass er camelfarben sein soll. Es gab nicht viele Stoffanbieter, die das hatten, was ich gesucht habe, denn die Farbe musste stimmen und der Baumwollanteil sollte höher sein, damit der Mantel schön warm hält. Bei Inge's Nähakademie habe ich dann endlich meinen perfekten Mantelstoff  mit einem 80 %-igen Baumwoll- und einem 20 %-igen Cashmereanteil gefunden! Ich glaube, ich habe vorher noch nie so viel Geld für einen Stoff ausgegeben, aber es hat sich zum Glück gelohnt. Für das Innenfutter habe ich einen schwarzen Futtertaft genommen.

In der Nähanleitung wird noch ein Thermovlies vernäht, damit der Mantel im Winter noch wärmer hält. Das wollte ich auf jeden Fall ausprobieren, weil ich ihn bei den kalten Temperaturen hier in Österreich auf keinen Fall hätte tragen können. Ich habe die dünne Thermowattierung MEIDA bei Stoffolino gekauft, die diese recht günstig verkaufen. Die Verarbeitung war kein Problem, da die Stofflagen nicht zu dick zum Vernähen waren.


Da der Schnitt auf eine Körpergröße von 1,68 m konstruiert wurde, und ich ganze 10 cm kleiner bin, musste ich vom oberen Vorderteil (und dementsprechend auch beim Vorderteil-Beleg) insgesamt 4 cm wegnehmen. Außerdem enthält das Schnittmuster keine Nahtzugaben, da ich aber befürchtete, dass er vielleicht zu oversized für mich wäre, habe ich keine eingezeichnet. Das wars auch schon an Änderungen.


Ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn ich ihn trage. Und das ist das Tolle an selbstgenähten Jacken und Mäntel. Es lohnt sich richtig, denn man kann sie jeden Tag (im Herbst und im Winter) ausführen :).

Und weil mir der Mantel sooo gut gefällt, habe ich ihn mir noch mal in Navyblau genäht, aber mit einer mittleren Thermowattierung (die Verarbeitung war schon schwerer), da mich der camelfarbene Mantel nur bis zu einer Temperatur von 10 °C warm hält. Der Stoff war günstiger, da er nur aus 60 % Wolle und 40 % Viskose besteht, und ist dementsprechend auch nicht so weich wie der andere. In Zukunft werde ich wohl mehr in "guten" Mantelstoffen investieren.

 

Ich freue mich, wenn ihr bis zum Ende gelesen habt und der ein oder andere vielleicht jetzt auch Lust darauf hat, sich den Mantel zu nähen! Ich kann es sehr empfehlen.

 

Ich wünsche eine schöne Woche!

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