· 

Anleitung: Französische und Moskauer Nähte

In meinem letzten Blogpost habe ich euch mein letztes Nähprojekt gezeigt, das auf Instagram übrigens sehr gut bei euch angekommen ist. Ich habe mich riesig über die Kommentare und Nachrichten dazu gefreut!

 

Das Kleid habe ich  zum Teil mit Französischen und Moskauer Nähten genäht und komplett ohne Overlock. Beides kannte ich nicht und war daher wirklich froh, es durch diesen Schnitt gelernt zu haben. In meinen Stories auf Instagram gab es eine Umfrage, ob ihr schon mal französische Nähte genäht habt und ganze 45 % haben für nein gestimmt. Da dachte ich mir, dass es für den ein oder anderen eventuell hilfreich sein könnte, wenn ich euch etwas darüber erzähle und eine kleine Anleitung dazu schreibe. In meinen Beispielen gehe ich von einer 1 cm-Nahtzugabe aus.

 

Ich habe beide Anleitungen auf jeweils zwei Bildern zusammengefasst, damit ihr sie euch bei Bedarf abspeichern könnt :). Viel Spaß beim Ausprobieren!


Die französische Naht

Die Innenansicht der französischen Naht
Die Innenansicht der französischen Naht

Die französische Naht wird oft zur Versäuberung von feinen bzw. dünnen Stoffen wie Chiffon, Seide, Satin usw. verwendet. Dadurch, dass keine offenen Kanten zu sehen sind, ist sie eine tolle Methode für eine hochwertige Verarbeitung. Von innen ist das Kleidungsstück also auch sehenswert :). Ein weiterer Vorteil ist auch, dass sie gleichzeitig  das Ausfransen vorbeugt.

Anleitung

1) Legt euren Stoff links auf links (!) aufeinander und näht mit einem Abstand von 0,5 cm zum Rand.

2) Schneidet die Nahtzugabe auf ca. 0,3 cm zurück.

3) Bügelt die Nahtzugabe auf eine Seite.

4) Faltet euren Stoff rechts auf rechts und bügelt so, dass die Naht im Bruch liegt.

5) Näht nun von der linken Seite 0,5 cm zum Rand.

Fertig!


Die Moskauer Naht

Die Moskauer Naht als Kantenversäuberung
Die Moskauer Naht als Kantenversäuberung

Als ich in der Anleitung des Kleides auf die Moskauer Naht gestoßen bin, habe ich sie direkt gegooglet. Leider konnte ich nichts deutsches dazu finden, lediglich russische Seiten, auf denen das erklärt wird. Ich nehme mal an, dass diese Art der Kantenversäuberung dem hier geläufigeren Rollsaum ähnelt. Auf jeden Fall ist es ein schmaler, doppelt umgeschlagener Saum, den man ohne einen bestimmten Fuß nähen kann, und der sich hervorragend für feine Stoffe eignet. Ich war direkt begeistert vom Ergebnis und das erste Mal zu 100 % zufrieden mit meinem Saum.

1) 0,7 cm des Saums auf die linke Seite umklappen und gut bügeln.

2) Von der rechten Stoffseite 0,2 cm zum Rand entfernt nähen.

3) Die Nahtzugabe auf 0,1 cm zurückschneiden.

4) 0,3 cm auf die linke Seite falten und ggf. bügeln.

5) Von der rechten Stoffseite 0,1 cm bis 0,2 cm zum Rand entfernt nähen.

Fertig!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0